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Dienstag, 14. Januar 2014

 
Sayyid Qutb

Die Strömungen des Salafismus

In den letzten Monaten wabert immer wieder ein Begriff durch die deutschen Medien, der meist missverstanden und oft falsch gebraucht bzw. unzureichend erklärt wird. Die Verwendung des Begriffs “Salafismus”, hat sich im Sprachgebrauch, vor allem der Medien, so weit eingebürgert, dass meines Erachtens nach alles konservativ islamische mit diesem Begriff tituliert wird, ohne die Nötige Differenzierung. Dabei er gibt sich jedoch ein Problem. Puristische, apolitische Salafisten, werden mit dem selben Label versehen wie terroristische Organisationen, die ihre Ideologie an den Salafismus anlehnen – zum Beipiel al-Qaeda.
Als ein Beispiel für die mehr als unglückliche Verwendung und Erklärung möchte ich ein Zitat aus der Süddeutschen Zeitung vom 20 Juni 2011 anführen.
“[Der] Salafismus ist eine Spielart des Wahhabismus, der übersteigerten puritanischen saudischen Staatsreligion.”
Diebe der Revolution” in Süddeutsche Zeitung S. 3 vom 20. Juni 2011
In diesem Artikel werde ich die verschiedenen Entwicklungen des Salafismus aufzeigen, von den historischen Vorbildern, den so genannten as-salaf as-salih (die rechtschaffenen Altvorderen; die Gefährten des Propheten Muhammads, bis in die dritte Generation) über den “reformistischen Salafismus” alà ‘Abduh und Rida, über “politischen Salafismus” der Muslimbrüderschaft. Abschließend wende ich mich dem “jihadistischen Salafismus” zu, als deren Hauptvertreter al-Qaeda allen bekannt ist.
Dabei halte ich mich an das von Wiktorowicz ausgearbeitet Model, der den Salafisms, in drei Strömungen einteilte, die puristische, die politische und die jihadistische. Quintan Wiktorowicz ist insbesondere durch seine Verbindung der Social Movement Theory mit islamistischen Bewegungen bekannt.
Als die historischen Vorbilder, im wahrsten Sinne des Wortes, dienen der Prophet Muhammad, dessen Gefährten und all jene die Muhammad oder dessen Gefährten noch persönlich kennen konnten. Deswegen hat man die Grenze bei der dritten Generation nach Muhammad gesetzt. Die frühe Gemeinde, die sich um den Propheten sammelte, wird als die ideale Form von Gemeinschaft angesehen, weswegen sie heute noch als Vorbild dient. Einige Salafisten kleiden sich deswegen dem Beispiel Muhammads entsprechend.
Besondere Beliebtheit, erlangte der Begriff “Salafismus”, Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu verdanken, hatte er dies, vor allem der Reformbewegung, deren beiden Köpfe ‘Abduh und Rida’ waren. Sie wirkte hauptsächlich von Ägypten aus und ihre Ideen ging auf Afghani zurück. Die Anhänger des “reformistischen Salafismus”, waren um einiges liberaler, als die heutigen Salafisten. Sie wollten den Islam an die Moderne anpassen durch Reformen des Bildungs-, Wirtschafts- und Herrschaftssystem. Die gegenwärtigen Salafisten beziehen sich in aller Regel nicht auf die genannten “reformistischen Salafisten”. Sie halten diese, zum Teil, sogar als vom Glauben abgefallen.
Die wirklichen Vordenker der heutigen Salafisten, sind insbesondere Ahmad b. Hanbal, Begründer der hanbalitischen Rechtsschule, sowie Taqi ad-Din b. Taymiyya und Muhammad b. Abd al-Wahhab. Sie beeinflussten alle drei Richtungen des gegenwärtigen Salafismus (puristisch, politisch und jihadistisch), auf die ich im folgenden näher eingehen werde.

Chameni

Nach Übergangslösung im Atomstreit mit Iran sollen Taten folgen


Washington/Teheran (dpa) - Nach dem Zwischenabkommen mit den Weltmächten wird der Iran nach eigenen Angaben erstmals seit einem Jahrzehnt sein Atomprogramm in Teilen zurückfahren. Im Gegenzug soll das Land schrittweise auf Ölmilliarden zugreifen können, die auf internationalen Konten eingefroren sind.
Eine entsprechende Übergangsvereinbarung tritt am kommenden Montag für zunächst sechs Monate in Kraft. Sie sieht die Lockerung von Sanktionen und eine erste Freigabe von 550 Millionen Dollar am 1. Februar vor. Die Führung in Teheran reagierte mit Erleichterung.
Die Einigung über die Umsetzung der ersten konkreten Schritte, die dem Iran Möglichkeiten zum Bau einer Atombombe nehmen sollen, wurde am Sonntag in Teheran, Washington und Brüssel abgesegnet. "Von diesem Tag an wird das iranische Atomprogramm erstmals in fast einem Jahrzehnt nicht ausgebaut werden können, Teile werden zurückgebaut, während wir mit den Verhandlungen über eine umfassende Lösung beginnen, um Sorgen der internationalen Gemeinschaft wegen des iranischen Programms auszuräumen", erklärte US-Außenminister John Kerry am Sonntag (Ortszeit).

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Königshaus lockert Ausreisekontrolle


Wie denkt wohl ihr Vormund über die Ausreisekontrolle? Verschleierte Frauen mit Jeans, Handtasche und Smartphone in Saudiarabiens Hauptstadt Riad.
Wie denkt wohl ihr Vormund über die Ausreisekontrolle? Verschleierte Frauen mit Jeans, Handtasche und Smartphone in Saudiarabiens Hauptstadt Riad. (Bild: Reuters)

Künftig sollen in Saudiarabien die als Vormund festgelegten Männer nicht mehr zwingend per SMS informiert werden, wenn ihre Frauen das Land verlassen wollen.
(afp) Angesichts der Kritik von Menschenrechtlern lockert Saudiarabien die Ausreisekontrollen für Frauen. Künftig sollten die als Vormund festgelegten Männer nicht mehr zwingend per SMS informiert werden, wenn ihre Frauen das Land verlassen wollten, erklärte am Dienstag ein Sprecher der saudischen Passbehörde. Demnach sollen nur noch jene Vormünder unterrichtet werden, welche dies ausdrücklich wünschen. Der Sprecher deutete an, dass die Behörde damit auf die geäusserte Kritik reagiere.

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Reisen mit dem Internet - heute: Istanbul

Istanbul im Netz

Erst durchklicken, dann durchreisen: Das Netz bietet zahllose Reise- und Veranstaltungstipps für Istanbul. Wir stellen die Besten vor. von Mareike Nieberding

Blick von der Süleymaniye-Moschee auf die historische Halbinsel von Konstantinopel
Blick von der Süleymaniye-Moschee auf die historische Halbinsel von Konstantinopel  |  © Agata Skowronek für DIE ZEIT

Als Stadt auf zwei Kontinenten vereint Istanbul alle Gegensätze. Die Millionenstadt ist halb Europa, halb Asien, mal schwermütig, mal rasant, süß und würzig. Um sich auf einen Besuch in der Stadt vorzubereiten, bietet das Internet zahlreiche Quellen. Stadtmagazine informieren über Konzerte und Ausstellungen. Apps helfen, sich im Straßengewirr zurechtzufinden. Blogs stellen Restaurants und Galerien vor; Video- und Foto-Streams stimmen auf Nachtleben und Sehenswürdigkeiten ein. Wir stellen die besten Netzfunde vor.

Hier kann man sich näher informieren, wenn man sich für Themen des Nahen Ostens interessiert, oder sogar ein Studium erwägt:

Titel Islamische Kunstgeschichte & Archäologie Bamberg
Kategorien Deutschland
Studiengang Islamische Kunstgeschichte & Archäologie
Studienart M.A.
Institution Otto-Friedrich-Universtität Bamberg
Ort Bamberg
Titel Iranistik Bamberg
Kategorien Deutschland
Studiengang Iranistik
Studienart M.A.
Institution Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Ort Bamberg


Titel Judaistik Bamberg
Kategorien Deutschland
Studiengang Bachelor-Nebenfach Judaistik
Institution Professur für Judaistik
Ort Bamberg

 

 

Wie glaubwürdig sind die Hadithe?

Die klassische islamische Hadith-Kritik im Licht moderner Wissenschaft

von Harald Motzki

Im Kindle gibt es diesen Aufsatz umsonst. Das bedeutet, jeder, der auch auf Android oder Iphone oder Windows Phone eine Kindle App installiert hat, kann dieses ebook umsonst und legal hiermit bekommen.


Fazit:



Da sich in der Frühzeit des Islam die Sunna (der Brauch) des Propheten Muh.ammad
nach dem Koran als zweitwichtigste Quelle der Religion herauskristallisierte, stellte
sich bald die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Hadithe, der Überlieferungen
über die Sunna. Mit dieser Frage beschäftigten sich zwei verschiedene Gruppen
von Gelehrten. Die Theoretiker der klassischen islamischen Gesetzeswissenschaft,
die sich vor allem mit deren Quellen ( us.ūl al-fiqh) befassten, erkannten, dass die
Echtheit der Hadithe über die Sunna des Propheten nur in seltenen Fällen mit Si-
cherheit feststellbar ist und dass man sich im Allgemeinen mit einer mehr oder we-
niger wahrscheinlichen Glaubwürdigkeit begnügen müsse. Die Hadith-Spezialis-
ten dagegen entwickelten Kriterien, mit denen sie glaubten, mit ziemlicher Sicher-
heit die glaubwürdigen Hadithe aus der Masse der Überlieferungen herausfiltern
zu können. Eine große Rolle spielte dabei die Überprüfung der Überliefererketten
( asānīd), welche die Funktion haben, den Überlieferungsprozess zu dokumentie-
ren. Sie stützte sich auf Informationen über die einzelnen Überlieferer, die im 9.
Jahrhundert ebenso gesammelt wurden wie die Überlieferungen selbst.
Aus  der  Sicht  der  zeitgenössischen  westlichen  Islamwissenschaft  ist  festzu-
halten, dass die Hadith-Gelehrten bei ihren Versuch, glaubwürdige von weniger
glaubwürdigen Überlieferungen zu unterscheiden, weitgehend rationale Methoden
benutzten. Nur bei einigen problematischen Punkten, bei denen sie zu scheitern
drohten, nahmen sie Zuflucht zu dogmatische Lösungen, die nicht mehr hinter-
fragt werden durften. Einige dieser Probleme sind in Paragraph 4 beschrieben. Sie
führen zu der Schlussfolgerung, dass die Überlieferungen vom Propheten, welche
die Hadith-Gelehrten als definitiv glaubwürdig ermittelt haben, dieses Prädikat aus
historisch-kritischer Sicht nicht wirklich verdienen. Eher trifft auf diese Überlie-
ferungen das Urteil der islamischen Gesetzesgelehrten zu, die nur von einer mehr


Porträt des türkischen Koranexperten Ömer Özsoy

Modernes Islamverständnis statt Missionsgedanke

Den Koran im historischen Kontext begreifen – so die Kernbotschaft von Ömer Özsoy. Seit 2006 ist der aus Kayseri stammende Koran-Experte erster muslimischer Theologieprofessor auf einem deutschen Lehrstuhl. Von Arian Fariborz
Koranexperte Ömer Özsoy, Foto: &copy Universität Frankfurt

​​Allein die Titel seiner Veranstaltungen lassen vermuten, dass es sich bei Professor Özsoys Seminarangebot um keinen gewöhnlichen islamwissenschaftlichen Unterricht handelt – so etwa:
"Die Sprache des Koran zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit" oder "Das geistige Erbe des Islam und die Herausforderungen der Moderne". Der 43jährige muslimische Theologieprofessor ist offen für eine moderne Islaminterpretation, jenseits strikt buchstabengetreuer, traditioneller Auslegungen des Korans und des geistigen Erbes der Religion.

Den Koran im historischen Kontext begreifen

"Ich gehe davon aus, dass die Muslime von Beginn an den Koran als etwas historisches und mündliches angesehen und wahrgenommen haben", erklärt Özsoy. "Das hätte nicht anders sein können, weil die ersten Muslime, die ersten Adressaten des Korans, haben den Koran als solches erlebt, sie haben die Offenbarung miterlebt als Zeitgenossen des Propheten. Und die Wissenschaftszweige, wie die Offenbarungsgründe, mekkanische und medinensische Passagen des Korans, verdanken wir der ersten und zweiten Generation."

Palästina 
In Nablus verteilte ein palästinensischer Christ zum Geburstag des Propheten Muhammad (Mawlid)  Süssigkeiten an Passanten.
Der osmanische Architekt, hier vielleicht dargestellt in
einer osmanischen Miniatur.


Mensch der Woche: Sinan - der Michelangelo der Osmanen


Sinan, mit vollem Namen wahrscheinlich Yusuf Sinan (oder Sinanüddin) bin Abdullah (oder Abdülmennan, Abdurrahman, Abdülkerim),[1] (* um 1490 vermutlich in Ağırnas bei Kayseri; † 17. Juli 1588 in Konstantinopel) war der bedeutendste osmanische Architekt zu Zeiten der Sultane Selim I., Süleyman I., Selim II. und Murad III. In dieser Eigenschaft erhielt er Ehrentitel wie beispielsweise Koca Mimar Sinan Ağa (Osmanisch: ‏قوجه معمار سنان آغا‎; Ḳoca Miʿmār Sinān Āġā).[2] Allgemein bekannt wurde er unter dem Kurznamen Mimar Sinan („Architekt Sinan“).
Das Werk Sinans, der auch als Bauingenieur und Städtebauer wirkte,[3] gilt als Höhepunkt der klassischen osmanischen Architektur. Sinans Bedeutung wird durch Bezeichnungen wie „Euklid seiner Epoche“[4] oder „Michelangelo der Osmanen“[5] durch Zeitgenossen und Fachliteratur deutlich. Er gilt als einer der größten Architekten aller Zeiten.[6] Einige seiner Moscheen werden in ihrer Kongruenz und Harmonie von Innen- und Außenwirkung unter Kunsthistorikern als die vollkommensten der vorindustriellen Zeit angesehen.


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